Projekt

Bereits in den 60er Jahren (wie eine Postkarte belegt) gab es eine schwimmende Fontäne in der Isar. Plaziert war diese in der Nähe des Maxwehrs.

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Quelle: Landshuter Zeitung

Wir haben es uns nun zur Aufgabe gemacht, eine Fontäne für Fließgewässer zu konstruieren. Platziert werden soll diese Sehenswürdigkeit an der Zweigstelle „Große Isar / Kleine Isar“ beim Ludwigswehr.

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Luftbild der Örtlichkeit.

Quelle: Wasserwirtschaftsamt Landshut

Angefangen hat alles Anfang Oktober. Als wir uns für die Konstruktionsarbeit beworben haben, sah die Aufgabenstellung ungefähr so aus:

Fontäne für Fließgewässer

1. Die Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadt Landshut.

2. Gleichzeitig soll dieses Projekt auch durch das Internet bekannt gemacht werden.

3. Gesucht werden Studenten, die kommunikationsstark sind, und sich in der Außendarstellung üben wollen.

4. Das Projekt soll zusammen mit dem OB der Stadt der Presse vorgestellt werden.

Nach einem ersten Treffen mit Herrn Link von der Stadt Landshut stellte sich schnell heraus, dass das noch lange nicht alle Anforderungen sind.

Eine umfangreiche Ausarbeitung einer Anforderungsliste folgte. Durch die Verwendung bewährter Methoden, wie beispielsweise dem Morphologischen Kasten, kamen wir recht bald zu unserem gewünschten Ziel.

Pumpenwahl:

Aufgrund diverser Gesichtspunkte haben wir uns für eine Kreiselpumpe entschieden. Der ausschlaggebendste Punkt war der Turbinenwirkungsgrad in Höhe von ca. 70%. Zum Vergleich: Bei dem Verbrennungsmotor Ihres PKW ist der Wirkungsgrad mit ca. 35% deutlich geringer.

Es kommt eine KSB Etaprime 80-170 752 GBN 10 zum Einsatz. Sie verfügt über eine Motorleistung von 7.5 kW, entspricht der Schutzart IP 55 und ist für den Dauerbetrieb ausgelegt.

Fontäne:

Die Fontäne wird verschiedene Erscheinungsbilder haben.

Für den Tag ist eine Kombination eines ca. 15 m hohen Hohlstrahls in der Mitte und ringförmig angeordneten Düsen, welche einen ca. 5 m hohen Sprühnebel erzeugen, geplant.

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Photomontage der Fontäne bei Tag.

Bild: Sebastian Michl, Bearbeitung: Stefan Huber

In der Nacht wird der Hohlstrahl auf 6m verringert, um eine Geräuschminimierung zu erreichen.

Schwimmkörper:

Als Schwimmkörper haben wir eine strömungsoptimierte Form konstruiert, um eine stabile Schwimmlage zu erreichen, aufgrund deren wir die Insel als Katamaran konzipiert haben. Im Inneren es Schwimmkörpers wird das Wasser für die Fontäne angesaugt.

Um die Fontäne unsinkbar zu machen, wird der übrige Hohlraum mit ausgeschäumt, damit bei einem Leck kein Wasser eintreten kann.

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Aufgeschnittenes Modell des Schwimmkörpers.

Bild: Christian Stautner

Beleuchtung:

Für eine dezente Beleuchtung der Fontäne werden wir an alle Ecken jeweils drei 50 W Lampen anbringen. Die Farben werden an das Beleuchtungskonzept der Stadt Landshut angepasst.

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Photomontage der Fontäne bei Nacht.

Bild: Sebastian Michl, Bearbeitung: Mario Liebl

Befestigung:

Die Befestigung der Fontäne erfolgt am Brückenpfeiler. Um eine möglichst stabile Lage zu erreichen, wird die Position ständig mittels Ruder korrigiert und zur Einholung Richtung Ufer gesteuert.

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Brückenpfeiler mit offenem Befestigungsmodul (Modell)

Bild: Florian Altenwegner

Aus sicherheitstechnischen Gründen wird die Konstruktion bei Hochwasser mittels Kran aus dem Wasser genommen.

Spezielle Anforderung:

Sämtliche in Deutschland uns bekannten Fontänen sind nur für stehende Gewässer konzipiert. Mit dieser Konstruktion sind jedoch einige zusätzliche Schwierigkeiten verbunden.

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Strömungsgeschwindigkeiten in der Isar

Quelle: Wasserwirtschaftsamt Landshut

* strömungsoptimierte Form für geringere Zugkräfte

* Sicherheit gegen Treibgut muss gewährleistet sein

* Positionsgenauigkeit aufgrund sich ändernder Strömungsverhältnisse

Eine Antwort

27 02 2008
Georg Schneider

Sehr geehrte Damen und Herren,

als ehemaliger Landshuter kann ich mich sehr gut an das Wasserspiel aus Kinder-und Jugendjahren in der Isar am Maxwehr erinnern und habe es immer bedauert das es nie ersetzt wurde.

Mich freut es daher sehr, das dieses Projekt in´s Leben gerufen wurde.

Ich hoffe doch bei einem meiner nächsten Besuche in LA die neue Fontäne am neuen Standort bewundern zu können.

Zum Schluß bleibt mir noch Ihnen bei der Umsetzung des ehrgeizigen Proktes alles Gute und viel Erfolg zu wünschen.

Mit freundlichen Grüßen asus Oberbayern

Georg Schneider

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